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Durch die schnelle Ausbreitung von Rauch wird die Orientierung in Flucht- und Rettungswegen erschwert. Ein Verlassen des betroffenen Bereichs wird damit deutlich erschwert. Zusätzlich sind die toxischen Stoffe im Rauch gefährlich für den Menschen und können schon durch wenige Atemzüge zur Bewusstlosigkeit führen.
Feuerschutzabschlüsse verhindern den Durchtritt von Feuer und Rauch, sodass dahinterliegende Räume im Brandfall zur Rettung von Menschen genutzt werden können. Darüber hinaus verhindern Brandschutztüren, dass Feuer und Rauch in andere Bereiche übertreten. Brandschutztüren müssen selbstschleißend sein. Sollen Türen im normalen Betrieb offengehalten werden, sind Feststellanlagen zu installieren. Diese sorgen im Brandfall für die schnelle Schließung von Feuerschutzabschlüssen. Durch integrierte Rauchmelder werden Brände erkannt und die Feststelleinrichtung (bspw. Haftmagnet) deaktiviert.
Bauteile werden hinsichtlich ihres Brandverhaltens in sogenannte Feuerwiderstandsklassen eingeteilt. Die beschreiben, wie lange bspw. Wände, Decken, Stützen und Türen ihre Funktion bei einem Brand aufrechterhalten können. Diese Klassifizierung regeln zurzeit in Deutschland die DIN 4102-2: Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Bauteile, Begriffe, Anforderungen und Prüfungen. Weiterhin gibt es die europäische Norm DIN EN 13501-2: Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten – Teil 2: Klassifizierung mit den Ergebnissen aus den Feuerwiderstandsprüfungen, mit Ausnahme von Lüftungsanlagen.
Die europäische Norm gilt parallel zur deutschen DIN-Norm. Das deutsche Normsystem wird jedoch nach und nach von den europäischen Normen abgelöst.
Bezeichnung der Brandschutzklassen: Klassifizierung DIN 4102-2 und DIN EN 13501-2 im Vergleich:
Feuerwiderstandsdauer |
Bezeichnung (national) |
Bezeichnung (eropäisch) |
≥ 30 Minuten |
T 30 |
EI 30 |
≥ 60 Minuten |
T 60 |
EI 60 |
≥ 90 Minuten |
T 90 |
EI 90 |
≥ 120 Minuten |
T 120 |
EI 120 |